Der österreichische Investor, zum Teil Eigentümer und Koordinator der weiteren Inhaber, hat der Verwaltung und uns Stadträten, vor einem Jahr eine Entwicklungsperspektive für das Areal aufgezeigt. Ihm schwebt eine Wohnbebauung vor, die in der Tat einen kleinen Stadtteil bilden könnte. Mit eigenem Quartiersplatz, Kindertagesstätte, Sportflächen, Gastronomie, Parkhäusern u.v.m.. Nachhaltig gebaut mit viel Grün, horizontal und vertikal (Stichwort Verminderung Klimaaufheizung). Interessant ist, dass der Investor nicht nur plant, zu bauen und zu verkaufen, sondern selbst zu vermieten. Dadurch hat er selbst größtes Interesse, dass das Ganze „nachhaltig funktioniert“.

Vor zehn Jahren wurde im Zukunftskonzept für Korntal-Münchingen „Wohnräume mit Zukunft“ entwickelt:

– Wir wollen nicht nur eine quantitative, sondern in besonderem Maße eine qualitative Deckung des Wohnraumbedarfs schaffen!

– Wir nehmen uns zum Ziel, Wohnräume für Familien, Alleinerziehende, Senioren und Junioren sowie Einkommensschwächere auszubauen!

Beide Ziele könnten mit dem vorgelegten Konzept umgesetzt werden. Denn 2018 wurde beschlossen, dass bei vorhaben- oder projektbezogenen Bebauungsplanverfahren, der Stadt Korntal-Münchingen Belegungsrechte für mindestens 20 % der neu geschaffenen Wohnungen für einen Zeitraum von min. 20 Jahren zur Verfügung zu stellen, wobei die Miethöhe mindestens 10% unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen muss.

Dies würde eine erhebliche Verbesserung der Wohnraumsituation, nicht nur für benachteiligte Bürger in Korntal-Münchingen schaffen.

Ein weiterer Grundsatz kommt zum Tragen: „Innenverdichtung vor Neubaugebieten“.

Die Verwaltung wollte Anfang dieses Jahres einen Grundsatzbeschluss fassen, der die Vorbereitung für einen Bebauungsplanverfahren ermöglichen würde. Wir Freien Wähler waren, im Gegensatz der anderen Fraktionen, für diesen Grundsatzbeschluss. Für uns hätte das folgende Vorgehensweise bedeutet:

– Bürger voll umfänglich beteiligen und anhören (jetzt! ehe die Planung zu weit gediehen ist)

– Verkehrskonzept detailliert ausarbeiten (Anwohner der Lembergstraße berücksichtigen, Brücke Jahnstraße/Zuffenhauser Straße, sowie eine mögliche Verlängerung der Südstraße – siehe Skizze).

– Kita und Schulplätze müssen nachvollziehbar vorhanden sein

– Untersuchung der Auswirkungen auf die ganze Stadt

– Entwicklung und Ausarbeitung von ökologisch und nachhaltigen Baukonzepten

Erst nach Abarbeitung der Punkte, würden wir einem Satzungsbeschluss zustimmen. Bis dahin wäre es für uns offen und auch möglich, dass andere Nutzungen (z.B. weiterhin Gewerbe) als sinnvoller erscheinen.

Wir sehen einmalige Chancen in diesem Projekt:

Wenn in dem Zusammenhang die Südstraße parallel zur Bahn verlängert würde, könnte das neue Areal und der Verkehr der Lembergstraße durch diese neue Straße erschlossen werden. Dies wäre eine Redundanz für die Lemberg- und Zuffenhauser Straße. Sofern die verlängerte Südstraße teilüberdeckelt fortgeführt würde, wäre auch noch ein starker Schallschutz für die Häuser in der Lembergstraße bzgl. der Bahn da.

Wir hoffen sehr, dass der Investor nicht abspringt, denn das Areal hat viel Potential und aktuell befindet es sich im Dornröschenschlaf.

Korntal Südstr Erweiterung 90mm



 


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