Foto Gymnasium

Der Gemeinderat hat die Sanierung Gymnasium erneut um ein Jahr verschoben. Schüler, Eltern und Lehrer sind empört. Die SMV hat sogar eine Umfrage gestartet:  alle fordern den sofortigen Beginn der Sanierung oder einen Neubau.

Dabei wissen wir alle wie angespannt die Haushaltslage ist. Die Nachbargemeinden, denen die Kosten der Schulsanierung davongelaufen sind, belächeln wir. Gerade dies wollen wir bei uns verhindern.

Anfangs sollten nur die Fenster am Gymnasium ausgetauscht und die Westfassade gedämmt werden. Das wäre kostenmäßig überschaubar gewesen. Stock für Stock hätten die Klassen in die Container ausweichen können.

Inzwischen will man aber auch die Sanitärräume sanieren, damit kamen die Wasserleitungen dazu. Beim Fensterausbruch müssen beschädigte Brüstungen  erneuert werden. Neue dichte Fenster erfordern neu dimensionierte Heizkörper und eine Lüftung für jedes Klassenzimmer, sonst wird die Energiesparverordnung nicht erfüllt..…und die alten Linoleumböden müssen sowieso ausgetauscht werden ….zusätzlicher Brandschutz an der Decke ….

Auch wir Freien Wähler halten das für sinnvoll. Wenn man schon dran ist, dann alles auf einmal – eine Kernsanierung bis auf den Rohbau. Aber wir kritisieren, dass man scheibchenweise den Umfang der Arbeiten ausdehnt und es deshalb jedes Jahr teurer wird. Und man hätte vorab die Sanierung mit den Kosten eines Neubaus vergleichen müssen.

Alles wir erheblich teurer. Ein komplexer Terminplan muss alle in einandergreifenden Abläufe berücksichtigen und gewährleisten, dass die Arbeiten von Pfingsten (wenn die Abiturienten weg sind) bis Anfang September (Schulbeginn für die 5. Klässler) abgeschlossen sind.

Man glaubte bis Januar 2014 den straffen Zeitplan einhalten zu können….aber der Baubeginn 2014 wäre mit großem ungewissem  Kostenaufwand verbunden gewesen. Deshalb hat der Gemeinderat die Reißleine gezogen: Jetzt soll sorgfältig geplant, ausgeschrieben und 2015 begonnen werden.

Die Sanierung wurde so viele Jahre immer wieder verschoben. Jetzt hat man eine konkrete Planung mit konkreten Kosten, die es aber endgültig einzuhalten gilt. Sonst lachen am Ende die Nachbargemeinden auch über uns.

Anne Föhl-Müller für die Fraktion der Freien Wähler im Gemeinderat

 


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